Biographie

Sophie Tangermann – Violine

Lorenz Swyngedouw – Violine

Björn Sperling – Viola

Konstantin Bruns – Violoncello

Das Albis Streichquartett weist mit seinem Namen auf den Ort hin, an dem die vier Ensemblemitglieder ihre Wirkungsstätte haben: Magdeburg an der Elbe (lat. albis). Von dort aus gründete Sophie Tangermann 2020 das Quartett, um mit ihm die Werke ihres Großvaters, Klaus Fischer-Dieskau, aufzunehmen und in Konzerten uraufzuführen.

So entstand im Herbst 2020 eine CD-Aufnahme mit zwei Quartetten Klaus Fischer-Dieskaus (Nr. 1 und Nr. 4) und im darauffolgenden Jahr wurde das 4. Quartett im Rahmen eines Festkonzertes anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten uraufgeführt.

Das Quartett in seiner heutigen Besetzung besteht aus profilierten Kennern der Kammermusik. Sie fühlen sich sowohl in der Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts als auch in allen anderen Epochen der Quartettliteratur zu Hause und begegnen jedem Stück mit Leidenschaft!

Sophie Tangermann

In ihrer Familie spielte Musik stets eine wichtige Rolle und die Violine begeisterte Sophie Tangermann schon früh. Sie war Jungstudentin am Julius-Stern-Institut der UDK Berlin bei Marianne Boettcher und setzte ihr Studium an Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Stephan Picard fort. Musikalische Impulse sammelte sie in Meisterkursen bei Silvia Markovici, Kolja Blacher, Ulf Hoelscher, Zakhar Bron und Christian Tetzlaff.

Sie wurde mit dem »Maddy Summer Artist Award« des Interlochen Center for the Arts (USA) ausgezeichnet, gewann mehrfach 1. Preise Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«, den 1. Preis beim Ibolyka-Gyarfas-Violinwettbewerb/Berlin sowie mehrfach Preise bei Internationalen Wettbewerben, 2012 war sie Stipendiatin des Richard Wagner-Verbandes, 2017 erhielt sie den Förderpreis für junge Künstler des Fördervereins Theater Magdeburg.

Neben solistischen Tätigkeiten, die sie nach Österreich, Spanien, USA und China führten, ist sie eine leidenschaftliche Kammermusikerin und hat u.a. mit Paul Neubauer, Marta Gulyas, Jaime Martin, Rainer Zepperitz und Natalia Gutman zusammen musiziert.

Im Orchester ist Sophie Tangermann ebenso vielfältig unterwegs. Sie spielte in der Lautten Compagney Berlin und war bereits Konzertmeisterin in Jugendorchestern wie dem Julius-Stern-Kammerorchester, dem Klangforum Mitte Europa und dem Jeunesses Musicales Weltorchester Orchester. Als Gastkonzertmeisterin hilft sie regelmäßig u.a. bei der Anhaltischen Philharmonie Dessau, Staatskapelle Weimar, dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester Flensburg, Staatsorchester Braunschweig und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin aus.

Seit 2011 ist Sophie Tangermann stellvertretende 1. Konzertmeisterin der Magdeburgischen Philharmonie.

Lorenz Swyngedouw

Lorenz Swyngedouw wurde in Belgien in einer Musikerfamilie geboren.
Er studierte an den Königlichen Musikkonservatorien in Lüttich, Antwerpen und Brüssel.

Wichtige musikalische Einflüsse erhielt der belgische Geiger von großen Persönlichkeiten wie Pierre Amoyal, Zahkar Bron und Pavel Vernikov.
Als leidenschaftlicher Orchestermusiker spielte er mit verschiedenen herausragenden Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra Lüttich, dem Flanders Symphony Orchestra und der Deutschen Oper Berlin.

Als engagierter Kammermusiker trat Lorenz unter anderem bei den renommierten Festivals de Wallonie und dem Festival Cordes en Balade auf.
Zahlreiche Konzerte führten ihn in bedeutende Konzertsäle (Berliner Philharmonie, Konzerthaus Berlin und Elbphilharmonie Hamburg).

Seit 2019 spielt Lorenz Swyngedouw als Mitglied der ersten Geigen in der Magdeburgischen Philharmonie und ist Mitglied des Streichorchesters Metamorphosen Berlin.

Björn Sperling

Der Bratschist Björn Sperling, geboren und aufgewachsen in Baden-Württemberg, studierte zunächst in Karlsruhe bei Prof. Johannes Lüthy und später bei Prof. Pauline Sachse in Dresden. Schon immer ist das Spielen im Orchester fester Bestandteil seines Musizierens, als Schüler im Landes- und Bundesjugendorchester, während des Studiums dann als Solo-Bratschist der Jungen Deutschen Philharmonie.

Seine Ausbildung absolvierte er in der Orchesterakademie der Essener Philharmoniker und in der Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Es folgten Engagements bei der Dresdner Philharmonie und als Solo-Bratschist im Philharmonischen Orchester Lübeck. Seit 2021 ist er Vorspieler der Bratschen bei der Magdeburgischen Philharmonie.

Ebenso widmet er sich mit großer Leidenschaft der Kammermusik. Als Quartettmusiker wurde er mit dem Eduard-Söring-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet sowie beim Streichquartettwettbewerb der Max-Reger-Tage Weiden. Er wirkte beim Musikfest der Deutschen Stiftung Musikleben mit und war Stipendiat der Festival-Akademie des Heidelberger Frühlings.

Konstantin Bruns

Der aus Magdeburg stammende Cellist Konstantin Bruns studierte bei Stephan Forck an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und bei Wolfgang Emanuel Schmidt und Konstantin Heidrich an der Universität der Künste in Berlin.

Für seine herausragenden Leistungen wurde er beim Internationalen Hindemith Wettbewerb, beim Internationalen Musikwettbewerb Hamburg und beim Internationalen Musikwettbewerb in Stockport mit ersten Preisen ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger des Prager Frühlings, Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs und Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Als Solist konzertierte er unter anderem mit dem Beethoven Orchester Bonn, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, der Magdeburgischen Philharmonie und dem Stockport Symphony Orchestra. Außerdem spielte er Konzerte beim Bodenseefestival, beim Musikfestival in Bad Kissingen, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Konstantin Bruns unterrichtet von 2017 bis 2024 im Rahmen eines Lehrauftrags an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Von 2022 bis 2024 war er 1. Solocellist des Beethoven Orchesters Bonn. Seit 2025 ist er 1. koord. Solo-Cellist der Magdeburgischen Philharmonie.